Risiko 1: Das Problem mit der Haltung

Der Hauptgrund für krankheitsbedingte Arbeitsausfälle in Deutschland ist seit Jahren derselbe: Rückenleiden. Dabei ist es denkbar einfach, Abhilfe zu schaffen. Voraussetzung für eine gesunde Sitzhaltung ist das richtige Mobiliar: Ein Bürostuhl, der sich individuell an Rücken- und Armlehnen sowie in der Sitzhöhe und -tiefe einstellen lässt, mindert Rücken- und Nackenschmerzen.

Obwohl diese Stühle teurer sind als herkömmliche, rechnet sich die Investition: Die Mitarbeiter bleiben seltener krankheitsbedingt zu Hause. Außerdem sind Beschäftigte, die trotz Rückenschmerzen zur Arbeit kommen, kein Gewinn. Aber nicht nur der Stuhl macht den Unterschied: Von Tischen, die per Knopfdruck zum Stehpult werden, bis hin zu Laptop-Ständern, die den Nacken schonen, gibt es zahlreiche Ergonomie-Wunder, die die Ausfallrate der Mitarbeiter erheblich senken.

Risiko 2: Essen und Sitzen ist das neue Rauchen

Büroangestellte kennen das Dilemma: Wenig Zeit, kaum Bewegung, großer Hunger. Das Ergebnis: Arbeitnehmer sind über die Jahre „dick im Geschäft“. Die Weltgesundheitsorganisation „WHO“ bestätigt: Die Welt war noch nie so dick. Einen Grund der Gewichtszunahme in Deutschland liefert die Techniker Krankenkasse (TK) in ihrer aktuellen Studie „Beweg Dich“: Demnach mache die Kombination aus fettigem Essen und einem Mangel an Bewegung und Zeit Arbeitnehmer krank. Dies liege vor allem an der Alltagsstruktur der Büroangestellten. Mitarbeiter, die täglich mehr als sechs Stunden sitzen, haben eine 20 Prozent niedrigere Lebenserwartung als aktive. Das heißt: 40 Prozent der Deutschen sind als Büroangestellte einem erhöhten Krankheitsrisiko ausgesetzt.

Nutzen Sie Ihre Pausen sinnvoll. Bewegung bewirkt Wunder! Unternehmen können aber noch mehr tun: Wie wäre es zum Beispiel mit frischen Sandwiches statt fettigem Schweinebraten aus der Kantine? Insbesondere Obst und gesunde Snacks werden heute zunehmend von Unternehmen nachgefragt.

Risiko 3: Das Büro lebt

Wer in der Büroküche ein gesundes Menü zubereiten möchte, trifft häufig auf das nächste Gesundheitsrisiko: Hygienefallen in jeder Ecke – unappetitlich und gefährlich. Meist da, wo man sie nicht sieht. Fakt ist: Die Bürotasse ist oft stärker mit Keimen belastet als ein Toilettendeckel. So tummeln sich im Kaffeebecher häufig über 2.200 Bakterien. Mit „nur“ 1.600 Keimen landet das Telefon auf Platz zwei der Hygienefallen am Arbeitsplatz – aber auch Tastaturen, Küchenablagen und Besteck beherbergen ganze Bakterienkolonien.

Das ist nicht nötig: Bakterien sind Krankheitserreger, die dem menschlichen Körper schaden können. Ein Vorteil auch für wichtige Geschäftsbeziehungen – immerhin ist der erste Eindruck entscheidend und saubere Büroräume eine Visitenkarte des Unternehmens.

Risiko 4: Motivationskiller Horror-Büro

Was nützt ein sauberes Büro, wenn niemand gerne darin arbeitet? Neben Hygiene, gesunder Ernährung und ergonomischen Möbeln ist ein angenehmes Raumklima entscheidend für das Wohlbefinden der Mitarbeiter. Arbeitnehmer verbringen den Großteil des Tages in ihrem Büro – entsprechend einladend sollte dieses gestaltet sein. Mit einer angenehmen Beleuchtung, hellen Farben und grünen Pflanzen wird das Raumgefühl gestärkt. Gleichzeitig sollten die Raumkonzepte zu den Bedürfnissen der Mitarbeiter passen. Immer mehr Arbeitgeber haben mittlerweile erkannt, dass moderne Büros wichtige Anreize schaffen.

Fazit: Wenige Mittel reichen aus, um das Büro gesundheitsfördernd zu gestalten. Ein kleiner Aufwand, der sich wirklich lohnt: Sinnvolle Investitionen sorgen für zufriedene Arbeitnehmer – und steigern die Profitabilität. Denn kaum ein Wirtschaftsfaktor ist so entscheidend für den Erfolg des Unternehmens, wie die Gesundheit der eigenen Mitarbeiter.


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