Recycling-, Kopier-, Inkjet-, oder Fotopapier: Wer die richtige Papiersorte für den Bürobedarf sucht, muss einige Kriterien beachten. Denn: Von der Druckbeschaffenheit über Oberfläche und Gewicht bis hin zur Umweltverträglichkeit gibt es große Unterschiede.

Pro Kopf verbrauchten die Deutschen im vergangenen Jahr 258 Kilo Papier, 2,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Keine Frage: Das „papierlose Büro“ bleibt weiterhin eine Utopie. Obwohl kaum ein Produkt in deutschen Büros so häufig eingesetzt wird, greifen Büromitarbeiter bei ihrer täglichen Arbeit selten auf das richtige Papier zurück. Dies führt zu unterschiedlichsten Problemen: „Nutzt ein Unternehmen auf Dauer ein ungeeignetes Druckerpapier, führt dies zu erhöhtem Verschleiß“, weiß Eric Kriegsman, European Category Manager für Papier bei Office Depot. „Je nach Papiersorte können bestimmte Inhaltsstoffe verdampfen und sich an den Druckerkomponenten ablagern. Der durch den Einkauf von günstigem Papier erzielte Spareffekt ist durch hohe Wartungskosten gleich Null.“ Wer zudem zu schweres Papier verwendet, zahlt beim Versand von Briefen möglicherweise höhere Portogebühren. Aber es gibt noch mehr Risiken: „Ein ungeeignetes Papier könnte zu Ansehensverlusten führen“, ergänzt Kriegsman. „Verwendet ein Unternehmen bei gehobenen Anlässen ˈnurˈ Standardpapier, könnte dies auf Kunden und Geschäftspartner unprofessionell wirken. Deshalb sollte man für unterschiedliche Anlässe verschiedene Papiersorten zur Auswahl haben.“

Welche Papiersorten gibt es?

Kopierpapier bzw. Standard-Papier: Klassisches Kopierpapier ist aufgrund seiner Beschaffenheit für Drucker und Kopierer aller Art geeignet. In der Regel wiegt Kopierpapier 80 g/m² und kann somit als Standard-Produkt für jedes Büro genutzt werden.

Recycling-Papier: Recycling-Papier wird aus Altpapier und Pappe hergestellt. Es ist besonders umweltfreundlich, da bei der Herstellung im Vergleich nur ein Drittel Energie und Wasser benötigt werden. Heutzutage werden bei der Herstellung von Recycling-Papieren verschiedene Altpapier-Qualitäten eingesetzt, um die Reißfestigkeit zu verbessern und einen höheren Weißegrad zu erhalten.

Multifunktionspapier: Das „Multitalent“ unter den Papieren eignet sich sowohl für einfache als auch mittelschwere Druckverfahren. Dank der guten Durchlaufeigenschaften werden Störungen im Drucker vermieden. Zudem liefert das Papier schärfere Ausdrucke als Standardpapier und kann sowohl für die tägliche Korrespondenz, als auch für repräsentative Unterlagen genutzt werden.

Inkjet- und Fotopapier: Wie der Name verrät, ist Inkjetpapier für Inkjetdrucker bzw. Tintenstrahldrucker konzipiert. Es hat entweder eine glänzende oder eine matte Oberfläche und ist in verschiedenen Grammaturen von 90 g/m² bis ca. 300 g/m² erhältlich. Durch die spezielle Herstellung ist Inkjetpapier teurer als Kopier- oder Laserpapier, wobei es sich für hochwertige Farbausdrucke besonders eignet. Auf Fotopapier lassen sich Bilder gestochen scharf ausdrucken. Auch dieses Papier gibt es in einer glänzenden und einer matten Variante.